ARMIN GRAMER CONSORT | Tesori Musicali del Barocco
Konzerthaus Klagenfurt, Mittlerer Saal
Armin Gramer (Countertenor)
Iris Eicher (Violine)
Roman Krainz (Violine)
Hanne Eisenhut (Viola)
Miramis Semmler-Mattitsch (Violoncello)
Sobin Jo (Cembalo)

UN-ERHÖRT Schön!
Armin Gramer und Tesori musicali nehmen sie mit auf einen Streifzug. Mit Musik nahezu ausschließlich aus den Beständen der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Der größte Teil des Programmes ist bisher nicht aufgenommen oder verlegt und trotzdem un-erhört schön.
Österreichische Komponisten wie Wenzel Raimund Johann Birck (1718-1763), Organist mit Kompositionsverpflichtung ab 1739 am Kaiserhof in Wien, Josephus Johannes Baptista Bonno (1711-1788) eher bekannt als Giuseppe Bonno, Komponist von über 25 Opern und Oratorien für den Wiener Hof, oder Christian Joseph Lidarti (1730-1795), in Wien geboren, der einen Teil seiner Jugendjahre im Stift Viktring, damals unter den Zisterziensern, ausgebildet wurde, und von Zeitgenossen wie dem Komponisten Niccolò Jommelli oder dem Musikbiografen und Komponisten Charles Burney hoch geschätzt wurde, sind heute kaum noch ein Begriff. Georg Christoph Wagenseil (1715-1777) ein österreichischer Komponist der Vorklassik, der unter anderem zahlreiche Opern, Oratorien und über 100 Sinfonien komponierte, kennt man vielleicht noch einigermaßen, dennoch wird er seltsamer Weise kaum aufgeführt. Seine Musik ist wunderbar energetisch und reich an Affekten.
Die italienische Komponistin Maria Margherita Grimani (1680-ca.1720) machte in Wien Furore, da „La decollazione di San Giovanni Battista“ (Die Enthauptung des Heiligen Johannes des Täufers) als erste Komposition einer Frau im Wiener Hoftheater aufgeführt wurde. Weiters stehen Werke von den Hofkomponisten Francesco Bartolomeo Conti, Ignazio Conti, dessen Sohn, sowie von Johann Adolph Hasse und Martin Vicente y Soler, einem Zeitgenossen Mozarts, den man auch den spanischen Mozart nannte, auf dem Programm. Natürlich sollte an einem Konzertabend der Mozartgemeinde Klagenfurt auch Wolfgang Amadeus Mozart nicht fehlen und so hören sie „Io ti lascio, o cara… Addio“, eine Arie aus dem Jahr 1791, seinem Sterbejahr. Ein wunderbar berührendes Stück.
Aber auch von Mozarts jüngstem Sohn, Franz Xaver Mozart (1791-1844), selbst Klaviervirtuose und Komponist, der lebenslang unter dem Namen Wolfgang Amadeus Mozart Sohn auftrat, dürfen wir Ihnen eine Arie „In questa tomba oscura“ präsentieren.
Tauchen sie mit uns für einen Abend in Musik ein, die viel zu lange in Vergessenheit geraten ist und es durchaus vermag zu berühren, zu unterhalten und zu begeistern.



